26
Okt 11

Portland / Peter Piek Tourtagebuch Nachtrag

Nachtrag:
ich spiele dann noch mal einen abend in Boise. ich mag die hitze des sommers hier. es ist heis aber trocken so wie in Madrid. ich spiele ein gutes set diesen abend. die schmach zwei abende zuvor wo ich mich weigerte zu spielen muss ich ja irgendwie wieder wett machen. ich geb mir also mühe. und mir ist es egal was das publikum denkt. das ist meist die beste vorraustsetzung für ein gutes konzert. ich leihe mir ein fahrad aus. mit einem fahrad zu fahren fühlt sich immer so angekommen an. ich fühle mich auf einem fahrad immer wie zu hause, egal wo ich bin.
als tourist fährt man einfach kein fahrad oder? jedenfalls kein normales. ach wie auch immer. ja ich fühle mich wohl. langsam ist das die hälfte der tour und mich beschleicht ein gewisses wehmutsgefühl. ich meine Boise ist irgendwo schon am Arsch der welt. hier kommt eigentlich niemand wirklich her. zumindest kein europäer. und werde ich hier jemals wiederherkommen? wäre es schlimm nicht wiederzukommen. ich liebe das leben einfach so sehr, dass es nicht schön ist es vorbeiziehen zu sehen. das leben ist im nachhinein vielleicht wie ein blitz. knall. dann ist es auch schon vorbei. oder wenn es leise ist ist es wie ein laubblatt was einfach lautlos vom baum fällt. eine schöne kurve hinzulegen. das ist es wonach es dabei geht. dann unten angekommen. ist es vorbei. der flug ist vorbei. ich packe also die sachen das eqiupment ins auto. das meiste davon brauche ich ja leider nicht.
oder es geht nicht und ich kann es nicht gebrauchen. mit Danny Malone was zu planen. heist nichts zu planen. ich fahre von Boise Idaho nach Portland Oregon über die Cascades drüber vorbei an Baker City entlang einiger staustufen des ziemlich gigantischen Hood Rivers und dann irgendwann nach 2/3 der strecke mit dem Mount Hood direkt vor der Nase geht es nach Portland, Oregon.

Idaho Richtung Oregon

Idaho Richtung Oregon

Entlang der Grenze von Orgenon und Washington in richtung Portland

Entlang der Grenze von Orgenon und Washington in richtung Portland

Mount Hood auch im Sommer mit Schnee auf dem Gipfel. einfach hammer. es zieht sich allerdings ziemlich lang hin. und als es dunkel wird und ich immer noch nicht da bin, geht es es mir auf den sack im auto zu sitzen. ich bin verabredet in Portland. und habe mir vorgenommen geld zu gewinnen. Ich habe von einem open mic in Portland gehört wo sich die szene trifft und wo der jeweils beste 50 dollar gewinnt. das sind immerhin 1 1/2 tanks voll mit benzin. eigentlich mag ich open mics nicht aber das ist ein ansporn. ausserdem hab ich nichts zu tun. mein eigentlicher gig in Portland ist erst morgen. Ich komme dann also In Portland an treffe meine Verabredung. Dann geht es zum open mic. Was soll ich sagen. ich hab tatsächlich gewonnen :) das war cool. ich hab aber auch die besten Songs gepielt. Girona und was noch? irgendwas schnelles noch. ok dann am nächsten tag ist der gig. die venue sieht hammer aus von aussen. von drinnen ist es allerdings ein ziemlich geruntergekommener Punkschuppen.
aber egal. ich rein. soundcheck. und spiele. ein paar freaks waren eher zufällig da. Macht wenig Spass zu spielen. Ich beschliesse Postkarten zu schreiben. überhaupt entäuscht mich Portland ein wenig. es hat schon Größe irgendwie und Spannend ist es auch. Alternativkultur gibt es auch. ich hatte viel gutes über die stadt gehört. aber irgendwie trotzdem. ist eine stadt die ihre riverside mit einem highway zubaut schon dämlich.. ausserdem ist es hier kalt. und das obwohl ich eben in Boise noch geschwitzt habe..

Hawthorne Theatre in Portland, hier drin fand mein erster Portland gig statt..

Hawthorne Theatre in Portland, hier drin fand mein erster Portland gig statt..


25
Aug 11

BOISE und McCall Idaho, Peter Piek Tourtagebuch, Interview mit Matt Hopper

am nächsten tag jedenfalls fahren wir durch das wunderschöne idaho bergland von boise nach norden in das kleinste kaff welches man sich vorstellen kann. natürlich um ein konzert da zu spielen. Matt Hopper der mich begleited selbst ist von der landschaft begeistert obwhol er ja eigentlich da wohnt.. wir drehen auf der fahrt ein interview und berauchen uns auf der fahrt. ich bin gut gelaunt schliesslich sollte ich heute die fetteste gage der tour verdienen. geld kann also doch wenigstens einen verübergehend gut launen.. im radio läuft deutsche klassik. passt perfekt zur landschaft die auch etwas alpines hat. nur ohne menschen. der ort des gigs ist 3 stunden entfernt an einem see und hat weniger einwohner als meine hände haare. also ungefähr so 100. McCall. dann ist aber der halbe ort zu meinem gig versammelt dazu gibt es eine verdammt geile pizza: Crusty’s spezial pizza mit Preiselbeeren und Elch und chili. eine hammer kombination. ok der sound ist nicht so toll und das keyboard welches ich von Danny mitgenommen habe erweist immer mehr mängel auf. das sustain pedal geht nicht. ansonsten ist das ein prima, ein wirklich schwebender tourtag. wir bleiben dann da spielen noch ein paar songs später abends an einem lagerfeuer mit den lokalen schönheiten und fahren dann tags drauf zurück nach boise. aber und das haben wir uns schon vorgenommen halten unterwegs an und wandern einer alten zugtrasse entlang durch die berge.
wirklich. ich liebe die usa. nicht immer. und es ist bestimmt nicht so schön da zu wohnen, aber da auf tour zu sein ist klasse. vor allem ist es das roadtrip-land..

Interviews mit Matt Hopper auf dem weg von Boise nach McCall


22
Aug 11

Ari Fuchs im Chemnitzer Kunstverein

Die Leipziger Modedesignerin Ari Fuchs eröffnete am 14.8. eine Ausstellung mit Modeentwürfen und Collagen von 2006 bis heute.
Die Ausstellung ist noch bis zum 16.9. zu sehen.

Kunst für Chemnitz e. V.
HECK-ART-Haus
Mühlenstraße 2
09111 Chemnitz
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 11:00 – 17:00 Uhr

Ari Fuchs Vernissage im Kunst für Chemnitz e.V. Foto: Dirk Hanus


01
Aug 11

San Francisco California und BOISE Idaho, Peter Piek Tourtagebuch

Nevada

ok ich bin schon wieder zu hause. hatte einfach keine zeit tagebuch zu schreiben.
aber ich versuche es jetzt nachzuholen und das zu schreiben was mir noch einfällt und das was ich
beschreiben kann. Am nächsten tag fuhr ich nach San Francisco. natürlich nehm ich wieder die strasse am
strand entlang. wahnsinn. ich möchte überall hineinspringen und tue es doch nie. keine zeit. ich muss um
5 in SF sein. wenigstens kann ich immer mal anhalten. die strände nördlich von Santa Cruz werden immer
besser. ich werde ein haus hier kaufen und hier bleiben. ok. stau in SF. da ich die ganze zeit ohne
navigation fahre bekomme ich bammel. LA -> Santa Cruz von Flughafen zur Jam Session waren ganze 4 mal
abbiegen!! hier ist es ein wenig mehr und nur einbahnstrassen. egal. ich finde es. fahre zwar in eine
einbahnstrasse verkehrt herum rein. aber ich finde es. komme um 5 zum ersten gig. spiele ein paar songs,
trinke ein paar kaffees, veraufe ein paar cds und fahre dann zum nächsten gig. ein echt guter gig.
downtown. mit festgage. kein laufpuplikum. nur gezieltes publilkum. das ist gut. ich bin also gespannt
wie viel leute in SF zu einem peter piek konzert gehen. ich denke das niemand kommt. wieder erwarten
kommen doch tatsächlich ca 15 leute. ich gebe zu das ist nicht viel. allerdings. ich finde das sind 15
mehr als ich erwartet habe. also spiele ich so gut ich kann, ich gebe mir heute mal richtig mühe. meine
herberge ist fantastich. SF ist toll. eine meiner lieblingstädte überhaupt. am nächsten tag spiele ich
ein wohzimmerkonzert in einem gay neighborhood. toller raum mit klavier. in machhinein.vielleicht das
beste konzert der tour. ok und jetzt fängt der höllenrit an. vielleicht kein höllenrit. ein rit durch
tollste landschaften. aber: ich muss gleich noch nach dem konzert losfahren das konzert am nächsten tag
um 7uhr abends in boise idaho zu schaffen. nach 3 konzerten in 2 tagen fahre ich also nach dem konzert
los. es sind 12 stunden. man verliert eine stunde wegen zeitzonenzeitumstellung und fährt durch nevada
und oregon. nachts komme ich noch kurz irgendwo zwischen Sacramento und Reno. da schlafe ich eine weile
im auto. ein paar stunden später geht es weiter. Nevade ist so herrlich entvölckert. so lehr und weit.
ich geniesse die fahrt. das war so schön. immer geradeaus. eistee. in winnemucca biege ich links ab und
fahre dann auf landstrassen weiter. links und rechts eine bergkette. geradeaus für ewig. herrlich.
ich baue mir noch einen joint und fahre. es ist klasse. indianerlandschaften. die grosse geste. wusch.
ich stelle mir das als malerei vor. sehr schwer. dann kurz vor Idaho eine baustelle. ich schreibe ein
paar postkarten. in boise finde ich das festival nicht. mein kumpel Matt Hopper spielt auf einem
festival und er lässt mich ein paar songs in seinem set spielen. ich finde es nicht Matt ist schon auf
der bühne als ich ankomme. keine zwei minuten später ruft er mich auf die bühne drückt mir seine gretsch
gitarre in die hand. da stehe ich also. die augen die boisianer auf mich gerichtet. die gitarre hängt
verdammt weit unten. ich spiele den neuen song. Girona. meinen langsamsten song. danach trete ich auf
den zerrer und spiele What About The Ladies. der sound ist gut. mich nervt das ich nicht tight im
rhythmus bin. ansonstn klappt alles.
Matt beendet sein Konzert, danach fahren wir in die Stadt wo wir ein weiteres konzert geben sollen.
aber irgendwie kann ich nicht. ich bereue das später noch oft. aber ich hab nicht gespielt.
ich weis nicht warum. es waren leute da. der sound war gut, es wurde sogar aufgenommen. einige leute
kamen zu mir und meinten sie wollten mich hören und hätten mich beim festival gesehen. ich sage: gern.
ich spiele dann später noch. aber. ich spiele nicht. keinen song. ich konnte einfach nicht mehr. nicht
das ich zu müde war. irgendwie war mein kopf einfach. ich habe immernoch keine ahnung. man kann in allen
situationen spielen. müde. voll trunken.. auf was weis ich. das ist nie ein problem.

Peter Piek San Francisco


13
Jul 11

Peter Piek – Tourtagebuch – Big Sur und Santa Cruz

Am nächsten Tag musste ich Danny zum flughafen bringen. Er musste dringend nach Texas zurück und konnte
die tour nicht weiter spielen. er fährt sich also hin, ich übernehme das auto, bin von nun an mit dem
kleinen roten vw golf und einem drumset was ich warscheinlich nicht mehr brauche alleine unterwegs.
irgendwie schade weil ich Danny sehr mag, irgendwie aber auch gut. Amerika wartet auf mich und alles was
man dafür braucht ist ein auto. und ich habe eines. also alles bestens. ich komme ziemlich spät aus LA
raus. auf tour kommt man ständig irgendwo an. sagt ständig hallo. verabschiedet sich aber auch genauso
oft. ich wäre gerne noch in LA geblieben. LA mag ich. irgendwie ist es gut da herumzuhängen. Die Idee
von LA ist einfach gut. Obwohl sich alle die da wohnen beschweren das sie zuviel zeit im stau
verbringen.. da steckt ich auch drin. eigentlich wollte ich es an dem tag nach Santa Cruz schaffen. Die
nächsten Konzerte waren esrt drei tage später in San Francisco. Allerdinsg will ich wieder die
California 1 langfahren direkt immer am strand entlang. gilt zurecht als eine der schönsten strecken der
welt. kurz vor big sur wird es dunkel. und ich würde so gern mehr zeit mit dieser landschaft haben. und
ich kann es nicht verantworten schon wieder big sur im dunkeln langzufahren, ich übernachte also ein
paar stunden in dem kleinen roten golf. ich steige aus und höre seltsame geräuche. ich laufe umher und
sehe ziemlich grosse seelöwen am strand herumliegem. es wird verdammt kalt daich habe keinen schlafsack.
umso eher komm ich in die gänge und bin bei sonnenaufgang schon unterwegs. big sur ist der hammer. die
nacht im auto hat sich auf jeden fall gelohnt. abends komme ich dann in Santa Cruz an, jamme mit ein
paar kumpels und bekomme eine kleine Tour durch die stadt. viel gibt es nicht zu sehen, der strand und
das meer sind allerdings gigantisch.


06
Jul 11

Peter Piek Tourtagebuch – Los Angeles

Die beiden darauf folgenden tage spielen wir wir jeweils im Room 5 in Los Angeles.
John Elliot ist ziemlich bekannt in LA und auch Danny scheint da Fans zu haben ich mache mir also keine
Sorgen und zurecht mache ich mir keine Sorgen. Prima Raum. Guter Klang. nette und sehr nette Zuhörer.
Das einzig nervige ist das wir von den 10 dollar eintritt die jeder bezahlen muss nicht wirklich viel
bekommen und mir langsam das geld ausgeht. LA ist eben wie jede grosse Stadt überlaufen mit guter und
auch mit schlechter musik, und die clubs machen sich die dummheit der musiker zu nutze. schweine. egal
wie haben eine super zeit. ziehen dann zu John um der wohnt im stadtteil Silverlake auf einem hügel mit
skylineblick. Beiden gefällt mein Song Analyse so gut das wir dieses Video da aufnehmen..

Ach ja die Tage davor, mit der speziellen Situation in LA mit Danny Malone zu sein. Das brachte mich dazu mein
einzigstes Hobby (neben der fotographie) wieder auszugraben: Peter Piek’s Interview.
Danny Malone – Hang Out, Get Naked


30
Jun 11

Peter Piek – Tourtagebuch – Arizona und Californien

ok. der nächste tag kommt doch oft anders als man denkt. wir schlafen
gut aus. ich fühle mich wieder lebendig.
wir überlegen also was zu tun ist. Danny hat keinen bock auf den gig
in Flaggstaff. ich will das aber machen da es ein vorwand ist um den grand canyon noch mal zu sehen
und weil es spritgeld ist. leider auch nicht des gigs wegen.
ich bekomme eine mail von Flaggstaff mit der Nachricht das Mesa nicht zufrieden war.
das wir uns schlecht benommen hätten. hm. verdammt.
wir beschliessen nach LA zu fahren. Auf dem weg halten wir südlich von Joshua Tree
laufen einen canyon entlang. da gibt es eine menge Schrottgewehrmonitionsüberreste, pornos, eine menge zerschossen sachen. fernsehen und auch eine auto. zerschossene poster auch. wir nehmen dieses kleine video auf. die fahrt nach LA ist sehr schön. In LA treffen wir Danny’s Kumpel spielen soccer auf playstation und spielen Songs für ein paar leute am feuer im hinterhof.
Dann San Diego. Es sah nicht gut aus um San Diego. ich hatte ewig nichts von Jeans Wilder gehört der verprochen hatte sich um alles zu kümmern. gut nichts ist passiert, die show in SD wird auch gecancelt. ich hatte leute eingeladen. zu blöd. jedenfalls wir bleiben in LA und spielen playstation was zwar viel spass macht. mich kotzt aber trotzdem an das SD nicht geklappt hat. ich wollte da am strand herumhängen, umbedingt baden gehen und natürlich das konzert spielen. zwei shows gecancelt fast an einem tag das ist einfach zu viel für mich. ich denke ich hätte in Leipzig mein album aufnehmen sollen und nicht hier herumhängen und nach verdammt amerika fahren… überall hört man die musikszene sei besser. oder besser gesagt die zuhörerszene sei besser in europa. das stimmt in der tat. niemand geht auf konzerte von leuten die keiner kennt wie mich. man muss um alle kämpfen und wenn man dann publikum hat kann man nur hoffen das man einen guten tag hat und das beste daraus machen kann. wenn das dann aber gelingt. dann ist es genial. also was solls ich bin in LA. das ist nicht so schlecht. und wir spielen 2 konzerte hier morgen und übermorgen. wir fahren also zum strand gehen gut essen. das wasser ist übelst kalt. nebenbei zeichne ich viel für die ausstellung in Seattle.

Danny Malone’s Song “Sugar Water” perormed live by Danny Malone himself (left) and Peter Piek. recorded next to a burned out car, a pocket full of money and a dead body in southern California close to Joshua Tree National Park.